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Weiterbildungen für Bestattungsfachkraft

Der klassische Aufstiegsweg für Bestattungsfachkraft führt über „Fortbildung Trauerbegleitung oder Trauerrede“ und „Bestattermeister/-in“ bis hin zu „Selbstständig mit eigenem Bestattungsunternehmen“. Die dazu hinterlegten Gehaltswerte reichen von etwa 26.000 € bis 46.000 € jährlich; daraus folgt kein individueller Anspruch. Insgesamt stehen 6 Möglichkeiten zur Auswahl. Bei 6 ist ein möglicher Förderweg hinterlegt.

Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.

💶 Einstiegsorientierung ca. 26.000 €/Jahr
📈 mögliche Zielrollen bis 46.000 €/Jahr
🎓 6 Weiterbildungen
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💶 Gehaltsorientierung für Bestattungsfachkraft

StufeJahreswert
Einstieg (ohne Weiterbildung)ca. 26.000 €
1 Fortbildung Trauerbegleitung oder Trauerrede
Gehaltsorientierung
28.000 – 36.000 €
2 Bestattermeister/-in
Gehaltsorientierung
35.000 – 46.000 €
3 Selbstständig mit eigenem Bestattungsunternehmen
Einkommensorientierung (selbstständig)
25.000 – 55.000 €
stark modellabhängig
Höchster Orientierungswert angestellter Zielrollenbis 46.000 €

Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.

📈 Möglicher Gehalts-Weg

  1. Fortbildung Trauerbegleitung oder Trauerrede
  2. Bestattermeister/-in
  3. Selbstständig mit eigenem Bestattungsunternehmen

Alle Weiterbildungen im Detail

Bestattermeister/-inMeisterfortbildung

⏱️ 12–18 Monate Vorbereitung💶 ca. 4.500–8.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 35.000 – 46.000 €/Jahr

Voraussetzung: Zulassung zur Meisterprüfung nach HwO und zuständiger Handwerkskammer prüfen

Die Bestattermeisterprüfung ist bundesrechtlich geregelt und umfasst Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaft, Recht und Berufsbildung. Sie ist ein starker Aufstiegs- und Gründungsabschluss. Das Bestatterhandwerk ist jedoch zulassungsfrei, sodass der Meisterbrief keine pauschale gesetzliche Gründungspflicht ist.

Fachwirt/-in im Bestattungswesen (Kammerregelung)Kammerfortbildung

⏱️ 9–18 Monate berufsbegleitend💶 ca. 3.500–6.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 32.000 – 41.000 €/Jahr

Voraussetzung: Zulassung und aktuelle Prüfungsregelung direkt bei der anbietenden Handwerkskammer prüfen

Diese Fortbildungsprüfung beruht auf einer Regelung der jeweils zuständigen Handwerkskammer und ist nicht bundesweit einheitlich. Bezeichnung, Zulassung, Inhalte und aktuelles Prüfungsangebot müssen direkt bei der prüfenden Kammer verifiziert werden.

Fortbildung Trauerbegleitung oder TrauerredeAnbieterfortbildung

⏱️ 3–12 Monate berufsbegleitend💶 ca. 1.200–3.500 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 28.000 – 36.000 €/Jahr

Voraussetzung: Anbieterstandard, Praxisanteile und beruflichen Einsatz prüfen

Die Anbieterfortbildung vermittelt Gesprächsführung, Trauerverständnis und Gestaltung von Abschiedsfeiern. Sie schafft keinen geschützten Heilberuf und keine psychotherapeutische Befugnis. Qualität, Selbsterfahrung, Supervision und Praxisteile sind wichtige Auswahlkriterien.

Fortbildung Thanatopraxie und hygienische Versorgung VerstorbenerAnbieter-/Verbandsfortbildung

⏱️ mehrere Monate mit Praxisanteilen💶 ca. 2.000–5.000 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 30.000 – 38.000 €/Jahr

Voraussetzung: Bestattungsfachliche Ausbildung und Berufspraxis; Anbieter- und Landesanforderungen prüfen

Die Fortbildung vertieft hygienische und konservierende Versorgung. Sie ist anbieter- oder verbandsabhängig und muss mit Bestattungs-, Hygiene-, Infektionsschutz- und Landesrecht abgeglichen werden. Eine bestattungsfachliche Vorbildung und praktische Anleitung sind wesentliche Qualitätsmerkmale.

Ausbilder-Eignung (AEVO)Prüfungsnachweis

⏱️ 3–8 Wochen💶 ca. 300–700 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 28.000 – 33.000 €/Jahr

Voraussetzung: Für die Prüfung meist keine formale Zulassung; tatsächliche Ausbildungsberechtigung mit zuständiger Stelle klären

Mit der Ausbildereignungsprüfung (AdA, „Schein nach AEVO“) weist du berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nach. Für die tatsächliche Ausbildertätigkeit müssen zusätzlich die persönliche und fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen. Der Lehrgang ist kurz und in vielen Branchen ein klarer Pluspunkt.

Selbstständig mit eigenem BestattungsunternehmenSelbstständigkeit

⏱️ 2–6 Monate Vorbereitung💶 ca. 2.000–5.500 €🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 25.000 – 55.000 €/Jahr

Voraussetzung: Eintragung beziehungsweise Anzeige bei Handwerkskammer, Gewerbeanmeldung, Räume, Fahrzeuge, Versicherungen und örtliche Vorschriften prüfen

Bestatter stehen in Anlage B der Handwerksordnung und gehören damit zum zulassungsfreien Handwerk. Ein Meisterbrief ist keine allgemeine Gründungspflicht. Handwerksanzeige, Gewerbeanmeldung sowie Landesbestattungs-, Friedhofs-, Hygiene-, Raum-, Fahrzeug- und Versicherungsvorgaben bleiben dennoch relevant.

Häufige Fragen

Was kostet eine Weiterbildung als Bestattungsfachkraft?

Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 700 € und 8.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.

Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Bestattungsfachkraft?

Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.

Wie viel verdient man als Bestattungsfachkraft – und mit Weiterbildung?

Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 26.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 46.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.

Welche Weiterbildung passt zu Bestattungsfachkraft?

Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Fortbildung Trauerbegleitung oder Trauerrede → Bestattermeister/-in → Selbstständig mit eigenem Bestattungsunternehmen.

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Verwandte Berufe

Berufe mit ähnlichen Weiterbildungsmöglichkeiten:

Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.