Für den Beruf Zimmerer/Zimmerin kommen 7 Weiterbildungen infrage: 2 Aufstiegsfortbildungen, 3 Zertifikatskurse, 1 Studiengang und 1 Gründungsweg. Der kürzeste Kurs („Selbstständig als Zimmerermeister/-in“) dauert 4–8 Wochen, die umfangreichste Qualifikation rund 2 Jahre (Vollzeit) / 4 Jahre (TZ). Die Gehaltsorientierung reicht von 28.000 € zum Einstieg bis zu 70.000 € in den erfassten möglichen Zielrollen.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
Voraussetzung: Zulassung nach § 49 HwO; in der Regel einschlägige oder verwandte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung, andere Zugänge mit Berufspraxis oder Ausnahmeentscheidung möglich
Der Zimmermeister ist der Handwerksmeister im Zimmererhandwerk und berechtigt zu Betriebsgründung, Ausbildung und Bauleitung im Holzbau. Du vertiefst Holzkonstruktion und Statik und lernst Kalkulation, Betriebsführung und Personalführung – ein gefragter Abschluss in einer durch den Holzbau-Trend wachsenden Branche.
⏱️ 2 Jahre (Vollzeit) / 4 Jahre (TZ)💶 ca. 5.000–12.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 44.000 – 62.000 €/Jahr
Voraussetzung: Abgeschlossene Ausbildung im Bauhandwerk, Berufserfahrung
Der Techniker Bautechnik qualifiziert für technische Führungs- und Planungsaufgaben auf Baustellen und in Planungsbüros. Schwerpunkte können Hochbau, Tiefbau oder Ausbau sein; die Ausbildung umfasst Konstruktion, Statik, Baustoffe und Baurecht. Der Abschluss gilt als Hochschulzugangsberechtigung und ermöglicht den Einstieg in ein Bauingenieurstudium.
Voraussetzung: Hochschulreife oder Fachhochschulreife
Das Bachelorstudium Bauingenieurwesen vermittelt ingenieurwissenschaftliche Grundlagen in Tragwerkslehre, Tiefbau, Wasserbau und Bauprojektmanagement. Es öffnet Türen in Planungsbüros, Bauträgern, Behörden und internationalen Bauprojekten. Für Techniker und Meister bieten viele Hochschulen verkürzte Studienprogramme mit Anrechnung beruflicher Praxis an.
Voraussetzung: Technische oder kfm. Ausbildung im Bau-/Immobilienbereich
Die Listung in der Expertenliste der dena / BAFA ist Voraussetzung, um als Energieberater Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) begleiten zu dürfen. Sie erfordert eine einschlägige Berufsqualifikation (Handwerk, Ingenieur oder Architekt) und den Nachweis spezifischer Energieeffizienz-Weiterbildungen. Energieeffizienzexperten sind als Selbstständige oder bei Energieberatungsunternehmen tätig.
Voraussetzung: Zimmerer-Ausbildung, Berufserfahrung im Holzbau
Eine Spezialisierung auf den modernen konstruktiven Holzbau – etwa Holzrahmenbau und Brettsperrholz (CLT) für mehrgeschossige Gebäude. Da Holz als nachhaltiger Baustoff stark nachgefragt ist, sind solche Fachkräfte gesucht und gut bezahlt.
Voraussetzung: Zimmermeister, mehrjährige Berufserfahrung im Holzbau
Öffentlich bestellte Sachverständige begutachten Holzkonstruktionen, beurteilen Schäden und sichern die Qualität – für Gerichte, Versicherungen und Bauherren. Voraussetzung sind meist der Meister und langjährige Erfahrung; die Tätigkeit ist angesehen und gut bezahlt.
Selbstständig als Zimmerermeister/-inSelbstständigkeit
⏱️ 4–8 Wochen💶 ca. 500–2.000 € (zzgl. Investition)🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 40.000 – 90.000 €/Jahr
Voraussetzung: Meisterbrief Zimmerer
Der Weg in die Selbstständigkeit mit eigenem Zimmerei- oder Holzbaubetrieb. Mit dem Meisterbrief darfst du gründen und ausbilden; dazu brauchst du kaufmännisches Wissen, Maschinen und Kunden. Der Holzbau boomt – die Auftragslage ist meist gut.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Zimmerer/Zimmerin?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 2.000 € und 12.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Zimmerer/Zimmerin?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Zimmerer/Zimmerin – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 28.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 70.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Zimmerer/Zimmerin?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Holzbau-Spezialist/-in (Zertifikat) → Zimmerermeister/-in → Sachverständige/-r für Holzbau.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.