Für Immobilienkaufmann/-frau wird das Einstiegsgehalt hier mit rund 27.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis 65.000 €; das sind etwa 38.000 € Unterschied, aber keine garantierte Gehaltssteigerung. Auf dieser Seite findest du 7 Wege im Überblick: 1 Aufstiegsfortbildung, 4 Zertifikatskurse, 1 Studiengang und 1 Gründungsweg. Bei 6 Einträgen ist ein Förderweg markiert, der jeweils individuell geprüft werden muss.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
Voraussetzung: Immobilienausbildung und danach mindestens ein Jahr einschlägige Praxis; weitere Zugänge nach § 2 ImmoFachwPrV
Die bundesrechtlich geregelte Fortbildung qualifiziert für verantwortliche Aufgaben in Bewirtschaftung, Vermarktung, Projektentwicklung und Finanzierung. Nach der Immobilienausbildung ist grundsätzlich mindestens ein Jahr einschlägige Praxis erforderlich.
Voraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung oder beruflicher Hochschulzugang nach Landesrecht
Das Studium verbindet Immobilienmanagement, Finanzierung, Recht, Technik und Projektentwicklung. Es führt in akademische Fach- und Führungsrollen; Zugang, Kosten und berufliche Anrechnung hängen von der Hochschule ab.
Fortbildung Immobilienbewertung (anbieter- oder zertifizierungsabhängig)Fachfortbildung
Voraussetzung: Immobilienausbildung oder passendes Studium und Berufspraxis; angestrebten Zertifizierungsstandard vorab prüfen
Immobilienbewertungskurse unterscheiden sich stark. Ein Teilnahmezertifikat ist weder eine öffentliche Bestellung noch automatisch eine akkreditierte Personenzertifizierung. Der angestrebte Einsatz und Zertifizierungsstandard sollten vor Kursbeginn feststehen.
Fortbildung Facility Management und GebäudebetriebFachfortbildung
Voraussetzung: Immobilienkaufmännische oder technische Vorbildung; Anbieter- und Zertifizierungsstandard prüfen
Die Fachfortbildung vertieft kaufmännisches, technisches und infrastrukturelles Gebäudemanagement. Anbieter, Abschluss und Praxisanteile unterscheiden sich; für technische Verantwortung können zusätzliche Fachqualifikationen erforderlich sein.
Fortbildung WEG- und MietverwaltungFachfortbildung
Voraussetzung: Immobilienpraxis empfohlen; aktuellen Rechtsstand und Anbieterstandard prüfen
Die Fortbildung aktualisiert Wissen zu Wohnungseigentum, Mietrecht, Abrechnung und Verwalterpraxis. Immobilienkaufleute sind nach der Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung zertifizierten Verwaltern gleichgestellt; der Kurs dient daher vor allem der fachlichen Vertiefung.
Voraussetzung: Vor Anmeldung Gleichstellung prüfen; für Selbstständigkeit zusätzlich Erlaubnis, Zuverlässigkeit und Berufshaftpflicht
Die IHK-Prüfung weist Sachkunde für die selbstständige Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehen nach. Bank- und Immobilienkaufleute sowie einige Fachwirte können bereits gleichgestellt sein. Für die Selbstständigkeit bleiben Erlaubnis, Zuverlässigkeit und Berufshaftpflicht erforderlich.
Selbstständig als Immobilienmakler/-in mit Erlaubnis nach § 34c GewOSelbstständigkeit
⏱️ 1–4 Monate Vorbereitung💶 ca. 800–3.000 € zuzüglich Betriebskosten🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 35.000 – 90.000 €/Jahr
Voraussetzung: Erlaubnis nach § 34c GewO, Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, Gewerbe und Pflichtfortbildung klären
Die gewerbsmäßige Immobilienvermittlung benötigt eine Erlaubnis nach § 34c GewO. Hinzu kommen unter anderem Gewerbe, Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse sowie Weiterbildung, Datenschutz, Geldwäsche- und Dokumentationspflichten.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Immobilienkaufmann/-frau?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 2.500 € und 7.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Immobilienkaufmann/-frau?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Immobilienkaufmann/-frau – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 27.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 65.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Immobilienkaufmann/-frau?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Fortbildung WEG- und Mietverwaltung → Geprüfte/r Immobilienfachwirt/-in → Studium Immobilienwirtschaft (Bachelor).
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.