Für den Beruf Pflegefachkraft kommen 8 Weiterbildungen infrage: 3 Aufstiegsfortbildungen, 2 Zertifikatskurse, 2 Studiengänge und 1 Gründungsweg. Der kürzeste Kurs („Praxisanleiter/-in (Pflege)“) dauert berufsbegleitend (ca. 300 Std.), die umfangreichste Qualifikation rund 3,5 Jahre. Die Gehaltsorientierung reicht von 38.000 € zum Einstieg bis zu 70.000 € in den erfassten möglichen Zielrollen.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
📈 Möglicher Gehalts-Weg
Praxisanleiter/-in (Pflege)
Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege (DKG/Landesrecht)
Studium Pflegemanagement (B.A.)
Alle Weiterbildungen im Detail
Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege (DKG/Landesrecht)Fachweiterbildung
⏱️ 2 Jahre berufsbegleitend💶 oft vom Arbeitgeber bezahlt🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 42.000 – 55.000 €/Jahr
Voraussetzung: Erlaubnis in einem zugelassenen Pflegeberuf und einschlägige Berufspraxis; konkrete Zulassung nach Landesrecht oder DKG-Regelung prüfen
Diese Fachweiterbildung qualifiziert Pflegefachpersonen für komplexe Situationen in Intensivstation und Anästhesie. Je nach Bundesland gilt eine landesrechtliche Weiterbildungsordnung; fehlt eine solche, kann die aktuelle DKG-Empfehlung maßgeblich sein. Zulassung, Umfang, Abschluss und Anerkennung müssen deshalb beim Anbieter und der zuständigen Landesstelle geprüft werden.
Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachperson / PflegedienstleitungLeitungsweiterbildung
Voraussetzung: Pflegeberuf nach § 71 SGB XI, zwei Jahre Berufspraxis innerhalb der letzten acht Jahre und Leitungsweiterbildung mit mindestens 460 Stunden; weitere Landes- und Vertragsanforderungen prüfen
Für die Funktion der verantwortlichen Pflegefachperson in einer Pflegeeinrichtung nennt § 71 SGB XI einen zugelassenen Pflegeberuf, zwei Jahre Berufspraxis innerhalb der letzten acht Jahre und eine Leitungsweiterbildung mit mindestens 460 Stunden. Die Weiterbildung vermittelt Personalführung, Organisation, Qualität und Betriebssteuerung. Zusätzliche Landes- und Vertragsanforderungen können gelten.
Ein akademisches Bachelor-Studium, das Pflegekräfte auf Leitungs-, Organisations- und Verwaltungsaufgaben im Gesundheitswesen vorbereitet. Themen sind u. a. Betriebswirtschaft, Personalführung, Qualitätsmanagement und Gesundheitsrecht. Es eröffnet Wege in höhere Leitungsfunktionen (z. B. Pflegedienst- oder Heimleitung) sowie in Lehre und Beratung. Meist berufsbegleitend studierbar, dauert aber rund 3,5 Jahre.
⏱️ je nach Vorbereitung💶 Gründungskosten variabel🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 50.000 – 90.000 €/Jahr
Voraussetzung: Verantwortliche Pflegefachperson nach § 71 SGB XI, Versorgungs- und Vergütungsverträge, Zulassungs-, Qualitäts-, Personal- und Betriebsanforderungen mit Pflegekassen und zuständigen Stellen klären
Ein ambulanter Pflegedienst benötigt mehr als ein Gründungsseminar: Die verantwortliche Pflegefachperson muss § 71 SGB XI erfüllen, außerdem sind Personal, Qualitätsmanagement, Finanzierung sowie Versorgungs- und Vergütungsverträge mit den Kostenträgern zu organisieren. Die angezeigte Einkommensspanne ist nur eine unternehmerische Orientierung und keine Gewinnzusage.
Voraussetzung: Geeigneter Pflegeabschluss, mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung in den letzten fünf Jahren, mindestens 300 Stunden berufspädagogische Zusatzqualifikation und anschließend 24 Stunden Fortbildung jährlich
§ 4 PflAPrV verlangt eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 300 Stunden und anschließend mindestens 24 Stunden berufspädagogische Fortbildung jährlich. Hinzu kommen ein geeigneter Pflegeabschluss und grundsätzlich mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung in den letzten fünf Jahren. Die Qualifikation ist berufsspezifisch und nicht mit der allgemeinen AEVO gleichzusetzen.
Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie (DKG/Landesrecht)Fachweiterbildung
Voraussetzung: Erlaubnis in einem zugelassenen Pflegeberuf und einschlägige Berufspraxis; konkrete Zulassung nach Landesrecht oder DKG-Regelung prüfen
Diese Fachweiterbildung vertieft onkologische Pflege, Symptomkontrolle, Beratung, psychosoziale Begleitung und interprofessionelle Zusammenarbeit. Anerkennung und Prüfungsordnung richten sich vorrangig nach Landesrecht und sonst nach dem jeweils einschlägigen Weiterbildungsstandard. Vor Kursbeginn sind Zulassung und Anerkennung beim Arbeitgeber zu prüfen.
Voraussetzung: Pflege- oder medizinischer Fachberuf; Anbieterstandard, Prüfungsumfang und Anerkennung beim Arbeitgeber prüfen
Vertiefte Kenntnisse in moderner Wundversorgung und -dokumentation. Eine gefragte Zusatzqualifikation in Podologiepraxen, Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Das geht zügig und bringt dir direkt etwas im Job.
Studium Pflegewissenschaft / Advanced Practice (M.Sc.)Studium
⏱️ 2 Jahre (oft berufsbegleitend)💶 ca. 6.000–12.000 €🎓 DQR-Niveau 7🎓 Finanzierung individuell prüfen (z. B. BAföG, Stipendium, Arbeitgeber)📈 Zielrollen: 50.000 – 70.000 €/Jahr
Voraussetzung: Pflege-Bachelor
Ein akademischer Master-Weg für hochspezialisierte Pflege (Advanced Practice Nurse), Forschung, Lehre oder Leitung. Du übernimmst erweiterte klinische Verantwortung und gestaltest die Pflege auf wissenschaftlicher Basis mit. Voraussetzung ist meist ein Pflege-Bachelor; Dauer rund 2 Jahre.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Pflegefachkraft?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 2.500 € und 15.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Pflegefachkraft?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Pflegefachkraft – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 38.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 70.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Pflegefachkraft?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Praxisanleiter/-in (Pflege) → Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege (DKG/Landesrecht) → Studium Pflegemanagement (B.A.).
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.