Weiterbildungen für Altenpfleger/-in (Bestandsabschluss)
Für Altenpfleger/-in (Bestandsabschluss) wird das Einstiegsgehalt hier mit rund 28.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis 56.000 €; das sind etwa 28.000 € Unterschied, aber keine garantierte Gehaltssteigerung. Auf dieser Seite findest du 8 Wege im Überblick: 2 Aufstiegsfortbildungen, 5 Zertifikatskurse und 1 Studiengang. Bei 7 Einträgen ist ein Förderweg markiert, der jeweils individuell geprüft werden muss.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
📈 Möglicher Gehalts-Weg
Praxisanleiter/-in (Pflege)
Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachperson / Pflegedienstleitung
Geprüfte/r Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen
Alle Weiterbildungen im Detail
Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachperson / PflegedienstleitungLeitungsweiterbildung
Voraussetzung: Pflegeberuf nach § 71 SGB XI, zwei Jahre Berufspraxis innerhalb der letzten acht Jahre und Leitungsweiterbildung mit mindestens 460 Stunden; weitere Landes- und Vertragsanforderungen prüfen
Für die Funktion der verantwortlichen Pflegefachperson in einer Pflegeeinrichtung nennt § 71 SGB XI einen zugelassenen Pflegeberuf, zwei Jahre Berufspraxis innerhalb der letzten acht Jahre und eine Leitungsweiterbildung mit mindestens 460 Stunden. Die Weiterbildung vermittelt Personalführung, Organisation, Qualität und Betriebssteuerung. Zusätzliche Landes- und Vertragsanforderungen können gelten.
Geprüfte/r Fachwirt/-in im Gesundheits- und SozialwesenAufstiegsfortbildung
Voraussetzung: Zulassung nach § 2 GesWFachwPrV; abhängig von Ausbildungs- oder Studienabschluss und einschlägiger Berufspraxis, zuständige IHK prüft
Dieser bundesrechtlich geregelte IHK-Abschluss qualifiziert für komplexe organisatorische, kaufmännische und leitende Aufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Zulassung nach § 2 GesWFachwPrV hängt von Vorabschluss und einschlägiger Berufspraxis ab; auch alternative Zugänge sind vorgesehen. Die zuständige IHK entscheidet über den konkreten Prüfungszugang.
Voraussetzung: Pflegeausbildung und Berufserfahrung
Ein Bachelor-Studium, das Pflegekräfte auf Leitungs- und Managementaufgaben in Pflegeeinrichtungen vorbereitet – Betriebswirtschaft, Personalführung und Qualitätsmanagement. Oft berufsbegleitend studierbar; eröffnet Wege in die Einrichtungs- oder Bereichsleitung.
Voraussetzung: Geeigneter Pflegeabschluss, mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung in den letzten fünf Jahren, mindestens 300 Stunden berufspädagogische Zusatzqualifikation und anschließend 24 Stunden Fortbildung jährlich
§ 4 PflAPrV verlangt eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 300 Stunden und anschließend mindestens 24 Stunden berufspädagogische Fortbildung jährlich. Hinzu kommen ein geeigneter Pflegeabschluss und grundsätzlich mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung in den letzten fünf Jahren. Die Qualifikation ist berufsspezifisch und nicht mit der allgemeinen AEVO gleichzusetzen.
Voraussetzung: Pflegeausbildung oder medizinische Fachausbildung
Der Wundexperte nach ICW (Initiative Chronische Wunden) ist eine deutschlandweit anerkannte Qualifikation für die Behandlung chronischer und komplexer Wunden. Die Weiterbildung umfasst Wundarten, Verbandlehre, Dokumentation und patientenindividuelle Therapieplanung. Wundexperten können in spezialisierten Wundambulanzen, Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten tätig werden.
Palliative Care (Basiskurs)Zertifikat
⏱️ ca. 160 Stunden💶 ca. 700–1.500 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 30.000 – 38.000 €/Jahr
Voraussetzung: Pflegeausbildung oder vergleichbare medizinische Ausbildung
Der Palliative Care Basiskurs (160 Stunden nach Basiscurriculum) qualifiziert für die ganzheitliche Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Inhalte sind Symptomkontrolle, Kommunikation, ethische Grundlagen und Teamarbeit. Die Qualifikation ist in Hospizen, Palliativstationen und der ambulanten Palliativpflege (SAPV) gefragt.
Pflegeberater/-in nach § 7a SGB XIGesetzlich gerahmte Zusatzqualifikation
⏱️ Umfang und Dauer nach Richtlinie und Vorqualifikation💶 ca. 800–1.800 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 32.000 – 44.000 €/Jahr
Voraussetzung: Geeignete Grundqualifikation, insbesondere Pflegefachperson, Sozialversicherungsfachangestellte/-r oder Sozialarbeiter/-in, plus geforderte Zusatzqualifikation
Die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI ist ein gesetzlich verankertes Angebot für Pflegebedürftige und Angehörige. Pflegeberater/-innen werden etwa von Pflegekassen und Pflegestützpunkten eingesetzt. Neben Pflegefachpersonen kommen laut Gesetz insbesondere Sozialversicherungsfachangestellte und Sozialarbeiter/-innen mit der jeweils erforderlichen Zusatzqualifikation infrage; maßgeblich sind die Qualifikations-Richtlinien des GKV-Spitzenverbands.
Die Qualifikation zur gerontopsychiatrischen Fachkraft befähigt zur Betreuung und Pflege von älteren Menschen mit Demenz, Depression oder anderen psychischen Erkrankungen. Inhalte sind psychiatrische Grundlagen, Validation, Biografie-Arbeit und herausforderndes Verhalten. Einsatzfelder sind Pflegeheime, gerontopsychiatrische Fachabteilungen und teilstationäre Angebote.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Altenpfleger/-in (Bestandsabschluss)?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 1.200 € und 10.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Altenpfleger/-in (Bestandsabschluss)?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Altenpfleger/-in (Bestandsabschluss) – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 28.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 56.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Altenpfleger/-in (Bestandsabschluss)?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Praxisanleiter/-in (Pflege) → Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachperson / Pflegedienstleitung → Geprüfte/r Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.