Für Landwirt/-in wird das Einstiegsgehalt hier mit rund 22.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis 54.000 €; das sind etwa 32.000 € Unterschied, aber keine garantierte Gehaltssteigerung. Auf dieser Seite findest du 7 Wege im Überblick: 2 Aufstiegsfortbildungen, 3 Zertifikatskurse, 1 Studiengang und 1 Gründungsweg. Bei 6 Einträgen ist ein Förderweg markiert, der jeweils individuell geprüft werden muss.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
Voraussetzung: Zulassung nach § 2 LwMstrPrV; abhängig von Ausbildungsabschluss und einschlägiger Berufspraxis, zuständige Stelle prüft
Die bundesrechtlich geregelte Meisterfortbildung vertieft landwirtschaftliche Produktion, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Mitarbeiterführung und Ausbildung. Sie bereitet auf leitende Aufgaben und die Verantwortung für einen Betrieb vor. Für die selbstständige Bewirtschaftung eines Hofes ist sie fachlich wertvoll, aber nicht pauschal gesetzlich vorgeschrieben.
⏱️ je nach Fachschule meist 1–2 Jahre Vollzeit💶 ca. 2.000–4.500 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 32.000 – 46.000 €/Jahr
Voraussetzung: Einschlägige Berufsausbildung und Berufspraxis; Zulassung und Abschlussbezeichnung des Bundeslands beziehungsweise der Fachschule prüfen
Diese landesrechtlich geregelte Fachschulqualifikation legt den Schwerpunkt auf Unternehmensführung, Produktion, Vermarktung und Investitionsplanung in Agrarbetrieben. Sie eignet sich für Landwirtinnen und Landwirte, die stärker planerisch und kaufmännisch arbeiten möchten. Bezeichnung, Zulassung und Dauer können je nach Bundesland und Fachschule abweichen.
Voraussetzung: Hochschulreife oder Fachhochschulreife
Das Bachelorstudium Agrarwissenschaft vermittelt naturwissenschaftliche Grundlagen in Pflanzenbau, Tierwissenschaft, Agrarökologie und Landtechnik. Es qualifiziert für Tätigkeiten in der Agrarforschung, Beratung, Saatgutindustrie, in Behörden und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Universitäten wie Hohenheim, Göttingen und Bonn bieten renommierte Agrar-Studiengänge an.
Voraussetzung: Landwirtsausbildung oder Betriebserfahrung
Das Öko-Landbau-Zertifikat vermittelt Wissen zur Umstellung auf biologischen Landbau nach EU-Öko-Verordnung und den Richtlinien von Bioland, Demeter oder Naturland. Inhalte sind Fruchtfolge, ökologische Düngung, biologischer Pflanzenschutz, Kontrollsystem und Vermarktung. Umsteller erhalten spezielle Fördergelder und profitieren von wachsenden Biomärkten.
Direktvermarktung und Agrotourismus (Zertifikat)Zertifikat
Die Qualifikation für Direktvermarktung und Agrotourismus befähigt zur Planung und Vermarktung von Hofläden, Wochenmärkten, Online-Abo-Kisten und touristischen Angeboten wie Urlaub auf dem Bauernhof. Inhalte sind Vermarktungsrecht, Preiskalkulation, Social-Media-Marketing und Erlebnisgastronomie. Direktvermarktende Betriebe erzielen höhere Wertschöpfung und stärkere Kundenbindung.
Precision Farming umfasst GPS-gesteuerte Aussaat, teilflächenspezifische Düngung, Ertragskartierung und Fernerkundung durch Drohnen und Satelliten. Der Drohnenführerschein (EU-Fernpilotenlizenz) ist gesetzliche Voraussetzung für den kommerziellen Drohneneinsatz in der Landwirtschaft. Precision-Farming-kompetente Landwirte reduzieren Betriebsmittelkosten und erhöhen die Umweltverträglichkeit.
Selbstständig als Landwirt/-inSelbstständigkeit
⏱️ 2–4 Monate💶 ca. 300–1.500 €🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 22.000 – 65.000 €/Jahr
Voraussetzung: Fachpraxis, Flächenzugang und belastbarer Betriebsplan; Förder- und Genehmigungsbedingungen hängen von Betriebszweig und Bundesland ab
Die Übernahme oder Neugründung eines landwirtschaftlichen Betriebs erfordert Eigenkapital, Flächenzugang (Kauf oder Pacht) und ggf. Agrar-Investitionsförderung (AFP). Hofübergaben innerhalb der Familie werden durch die Höfeordnung und steuerliche Vergünstigungen begünstigt. Betriebsleiter müssen Cross-Compliance-Auflagen, Agrar-Direktzahlungen (GAP) und Marktanforderungen kennen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Landwirt/-in?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 1.500 € und 10.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Landwirt/-in?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Landwirt/-in – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 22.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 54.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Landwirt/-in?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Öko-Landbau Zertifikat → Landwirtschaftsmeister/-in → Bachelor Agrarwissenschaft.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.