Der klassische Aufstiegsweg für Fluggerätelektroniker/-in führt über „Zertifikat Avionik-Spezialist/-in“ und „EASA Part-66 Aircraft Maintenance Licence (passende Kategorie)“ bis hin zu „Techniker/-in Elektrotechnik“. Die dazu hinterlegten Gehaltswerte reichen von etwa 31.000 € bis 60.000 € jährlich; daraus folgt kein individueller Anspruch. Insgesamt stehen 7 Möglichkeiten zur Auswahl. Bei 6 ist ein möglicher Förderweg hinterlegt.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
Voraussetzung: Zulassung nach § 3 ElekMeistPrV; abhängig von Vorbildung und Prüfungsteil einschlägiger Abschluss oder Berufspraxis, Ausnahmeregelung möglich
Führungsqualifikation für die Leitung von Elektro- und Automatisierungsteams in Industriebetrieben. Du erwirbst technisches Fachwissen sowie Führungs- und Ausbildungskompetenz. So kommst du an Schichtleitungs- und Abteilungsleitungspositionen heran.
Techniker/-in ElektrotechnikAufstiegsfortbildung
⏱️ 2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre berufsbegleitend💶 ca. 5.000–9.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 41.000 – 52.000 €/Jahr
Voraussetzung: Berufsausbildung im Elektro-/Luftfahrtbereich
Fachschulqualifikation für Planung, Entwicklung und technische Leitung elektrotechnischer Anlagen. Angesprochen sind Elektrofachkräfte, die stärker planerisch statt ausführend arbeiten möchten. Ob Vollzeit oder berufsbegleitend, das bleibt dir überlassen.
Voraussetzung: (Fach-)Abitur oder beruflich qualifiziert
Ingenieurstudium mit Vertiefung in Automatisierung, Energietechnik oder Elektronik, oft auch dual studierbar. Voraussetzung ist eine technische Ausbildung oder die Hochschulreife. Öffnet den Zugang zu Entwicklungs- und Ingenieurpositionen.
⏱️ individuell; abhängig von Vorbildung, Prüfungen und Praxis💶 anbieter- und behördenabhängig🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 38.000 – 48.000 €/Jahr
Voraussetzung: Grundkenntnisse, Prüfungen und anrechenbare praktische Instandhaltungserfahrung nach Part-66; Antrag bei der zuständigen nationalen Behörde
Die Part-66-Lizenz ist eine europäisch geregelte Qualifikation für freigabeberechtigtes Instandhaltungspersonal. Welche Rechte sie vermittelt, hängt von Kategorie, Unterkategorie und eingetragenen Mustern ab. Erforderlich sind nach Part-66 nachgewiesene Grundkenntnisse und praktische Erfahrung; die zuständige nationale Luftfahrtbehörde erteilt die Lizenz.
Voraussetzung: Berufsausbildung im Luftfahrt-/Elektrobereich
Spezialisierung auf elektronische Navigations-, Kommunikations- und Steuerungssysteme in Luftfahrzeugen. Eine derzeit gefragte Zusatzqualifikation angesichts der zunehmenden Elektronik in modernen Flugzeugen. Danach stehen dir Türen in Luftfahrtunternehmen und Wartungsbetrieben offen.
Voraussetzung: Für die Prüfung meist keine formale Zulassung; für die Ausbildertätigkeit zusätzliche persönliche und fachliche Eignung erforderlich
Mit der Ausbildereignungsprüfung (AdA, „Schein nach AEVO“) weist du berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nach. Für die tatsächliche Ausbildertätigkeit müssen zusätzlich die persönliche und fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen. Der Lehrgang ist kurz und in vielen Branchen ein klarer Pluspunkt.
Voraussetzung: Abgeschlossene Meister- oder Fachwirt-Qualifikation
Höchste kaufmännische IHK-Fortbildungsstufe, die auf einem Meister- oder Fachwirt-Abschluss aufbaut. Der Lehrgang vermittelt Managementwissen in Unternehmensführung, Finanzen und Personal. Qualifiziert für Positionen in der Geschäftsführung oder als Bereichsleitung.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Fluggerätelektroniker/-in?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 700 € und 14.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Fluggerätelektroniker/-in?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Fluggerätelektroniker/-in – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 31.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 60.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Fluggerätelektroniker/-in?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Zertifikat Avionik-Spezialist/-in → EASA Part-66 Aircraft Maintenance Licence (passende Kategorie) → Techniker/-in Elektrotechnik.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.