Für den Beruf Metallbauer/-in kommen 7 Weiterbildungen infrage: 2 Aufstiegsfortbildungen, 3 Zertifikatskurse, 1 Studiengang und 1 Gründungsweg. Der kürzeste Kurs („Selbstständig als Metallbauermeister/-in“) dauert 4–8 Wochen, die umfangreichste Qualifikation rund 2 Jahre (Vollzeit) / 4 Jahre (TZ). Die Gehaltsorientierung reicht von 28.000 € zum Einstieg bis zu 66.000 € in den erfassten möglichen Zielrollen.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
Voraussetzung: Zulassung nach § 49 HwO; in der Regel einschlägige oder verwandte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung, andere Zugänge mit Berufspraxis oder Ausnahmeentscheidung möglich
Der Metallbauermeister ist der Handwerksmeister im Metallbauerhandwerk und Voraussetzung für Betriebsgründung, Ausbildungsberechtigung und Handwerksrolleneintragung. Die Meisterprüfung deckt Fachpraxis, Fachtheorie sowie kaufmännische und pädagogische Inhalte ab. Einsatzbereiche sind Schlossereien, Metallbaubetriebe, Fassaden- und Stahlbauunternehmen.
⏱️ 2 Jahre (Vollzeit) / 4 Jahre (TZ)💶 ca. 5.000–12.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 44.000 – 60.000 €/Jahr
Voraussetzung: Abgeschlossene Ausbildung in der Metalltechnik, Berufserfahrung
Der Techniker Metalltechnik qualifiziert für technisch-leitende Aufgaben in Fertigungs-, Konstruktions- und Qualitätsabteilungen. Die zweijährige Fachschulausbildung schließt Konstruktionslehre, Fertigungsplanung, CNC-Technik und Betriebsorganisation ein. Absolventen übernehmen Teamleitungen, Meistervertretungen oder Positionen in der Arbeitsvorbereitung.
Voraussetzung: Technische Ausbildung im Metallbereich, Grundkenntnisse im Schweißen
Der DVS-Schweißfachmann ist eine international anerkannte Qualifikation nach DIN EN ISO 14731 für die Übernahme der Schweißaufsicht im Betrieb. Er umfasst Schweißverfahren, Werkstoffkunde, Nahtgütebeurteilung und Qualitätssicherung. Der Titel ist Voraussetzung für die Ausführung von Schweißarbeiten an druckbeanspruchten Teilen und im Stahlbau.
Voraussetzung: Grundkenntnisse in der spanenden Fertigung
Die herstellerspezifische CNC-Zertifizierung (Siemens SINUMERIK oder Fanuc) weist professionelle Programmierkenntnisse für moderne CNC-Steuerungen nach. Themen sind ISO-Programmierung, Zyklen, Simulation und Fehlerbehebung an realen Maschinen. Das Zertifikat wird von Maschinenbauunternehmen als Qualifikationsnachweis und Einstellungskriterium eingesetzt.
Voraussetzung: Hochschulreife, ggf. Fachhochschulreife mit Berufserfahrung
Der Bachelor Maschinenbau ist ein ingenieurwissenschaftliches Grundstudium zu Konstruktion, Thermodynamik, Fertigungstechnik und Werkstoffen. Er öffnet Türen in Entwicklung, Konstruktion, Projektleitung und internationale Karrieren. Für Techniker und Meister bieten viele Hochschulen verkürzte Studiengänge mit Anrechnung der Berufspraxis an.
Voraussetzung: Abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung
Die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) nach BBiG ist gesetzlich vorgeschrieben für alle, die in Betrieben Auszubildende fachlich betreuen. Sie prüft pädagogische, methodische und rechtliche Kompetenzen in der Berufsausbildung. Träger des AEVO-Scheins erhalten oft eine Zulage und können sich für Leitungsfunktionen qualifizieren.
Selbstständig als Metallbauermeister/-inSelbstständigkeit
⏱️ 4–8 Wochen💶 ca. 500–2.000 €🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 38.000 – 90.000 €/Jahr
Voraussetzung: Meisterbrief Metallbauer
Die Gründung eines Metallbaubetriebs setzt Meisterbrief, Handwerksrolleneintragung und Gewerbeanmeldung voraus. Metallbaumeister gründen häufig Schlossereien, Zaunbau-, Türen- oder Fassadenbetriebe. Fördermittel der KfW, Bürgschaftsbanken und Handwerkskammern unterstützen die Investition in Maschinen und Betriebsstätte.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Metallbauer/-in?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 900 € und 12.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Metallbauer/-in?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Metallbauer/-in – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 28.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 66.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Metallbauer/-in?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Schweißfachmann/-frau (DVS) → Metallbauermeister/-in → Selbstständig als Metallbauermeister/-in.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.