Du arbeitest als Geomatiker/-in und fragst dich, wie es weitergehen kann? 6 Weiterbildungen bieten sich an: 2 Aufstiegsfortbildungen, 3 Zertifikatskurse und 1 Studiengang. Der günstigste Einstieg beginnt bei etwa 250 € („EU-Kompetenznachweis A1/A3 oder Fernpilotenzeugnis A2 (einsatzabhängig)“). Als Gehaltsorientierung sind rund 29.000 € zum Einstieg und bis zu 55.000 € pro Jahr für die erfassten möglichen Zielrollen hinterlegt.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
⏱️ 2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre berufsbegleitend💶 ca. 5.000–9.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 39.000 – 49.000 €/Jahr
Voraussetzung: Berufsausbildung im Vermessungs-/Geomatikbereich
Fachschulqualifikation für Vermessungsplanung, Geodatenverarbeitung und technische Projektleitung. Gedacht ist das für Geomatiker/-innen, die planerisch statt ausführend arbeiten möchten. Ob Vollzeit oder berufsbegleitend, das bleibt dir überlassen.
Studium Geoinformatik / Vermessungswesen (Bachelor)Studium
Voraussetzung: (Fach-)Abitur oder beruflich qualifiziert
Akademischer Weg in Richtung Geodäsie, Geoinformatik und digitale Kartografie. Voraussetzung ist eine technische Ausbildung oder die Hochschulreife. Das eröffnet dir Wege in Vermessungsämtern, Ingenieurbüros und der GIS-Branche.
Voraussetzung: Berufsausbildung im Vermessungs-/Geomatikbereich
Spezialisierung auf die Verwaltung und Analyse raumbezogener Daten in Geoinformationssystemen. Eine sehr gefragte Kompetenz angesichts der zunehmenden Digitalisierung von Geodaten. Danach stehen dir Türen in Stadtplanung, Umweltverwaltung und Logistik offen.
EU-Kompetenznachweis A1/A3 oder Fernpilotenzeugnis A2 (einsatzabhängig)Behördlicher Nachweis
⏱️ Onlinekurs/Prüfung bis mehrere Wochen💶 A1/A3 derzeit 25 €; A2 und Vorbereitung anbieterabhängig🎓 Finanzierung individuell prüfen📈 Zielrollen: 31.000 – 38.000 €/Jahr
Voraussetzung: Für A2 zunächst A1/A3, praktische Selbstschulung und Theorieprüfung; zusätzlich Betreiberregistrierung, Haftpflicht, geografische Gebiete und mögliche Erlaubnisse prüfen
In der offenen Betriebskategorie hängt die nötige Qualifikation von Unterkategorie, Drohnenklasse und Einsatz ab. Für A1/A3 dient der EU-Kompetenznachweis; für A2 sind zusätzlich praktische Selbstschulung und Theorieprüfung nötig. Betreiberregistrierung, Haftpflicht, geografische Gebiete, Datenschutz und mögliche Erlaubnisse bleiben gesondert zu prüfen.
Voraussetzung: Für die Prüfung meist keine formale Zulassung; für die Ausbildertätigkeit zusätzliche persönliche und fachliche Eignung erforderlich
Mit der Ausbildereignungsprüfung (AdA, „Schein nach AEVO“) weist du berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nach. Für die tatsächliche Ausbildertätigkeit müssen zusätzlich die persönliche und fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen. Der Lehrgang ist kurz und in vielen Branchen ein klarer Pluspunkt.
Voraussetzung: Abgeschlossene Meister- oder Fachwirt-Qualifikation
Höchste kaufmännische IHK-Fortbildungsstufe, die auf einem Meister- oder Fachwirt-Abschluss aufbaut. Der Lehrgang vermittelt Managementwissen in Unternehmensführung, Finanzen und Personal. Qualifiziert für Positionen in der Geschäftsführung oder als Bereichsleitung.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Geomatiker/-in?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 25 € und 14.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Geomatiker/-in?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Geomatiker/-in – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 29.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 55.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Geomatiker/-in?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Zertifikat GIS-Spezialist/-in (Geoinformationssysteme) → Techniker/-in Vermessungstechnik → Studium Geoinformatik / Vermessungswesen (Bachelor).
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.